Büro für Gestaltung
Frank Abele

Exhibition

Zeitzeugen

Erinnerung bewahren. Zukunft gestalten.

Für das Projekt gestalteten wir einen temporären Projektspace zur digitalen Vermittlung von Holocaust-Zeitzeugnissen sowie begleitende Plakate und Postkarten. Auftraggeber war die Ludwig-Maximilians-Universität München.

Im Zentrum des Projekts steht die Frage, wie Erinnerung eindrücklich weitergegeben und Jugendliche in ihrer Fähigkeit zur eigenen Artikulation gestärkt werden können, wenn Zeitzeuginnen und Zeitzeugen künftig nicht mehr persönlich berichten können. Die Holocaust-Überlebenden Ernst Grube und Charlotte Knobloch treten hierfür audiovisuell und mittels VR-Technologie mit Jugendlichen in Kontakt. Der Projektspace übersetzt diese gesellschaftlich hochaktuelle Herausforderung in eine räumliche Erfahrung für Schulen vor Ort.

Die Ausstellungsarchitektur gliedert sich in fünf funktional differenzierte Bereiche – von VR-Stationen über Reflexions- und Workshopzonen bis hin zu Feedback- und Informationsformaten. Die bewusst einfache, flexible Holzkonstruktion ermöglichte einen schnellen Auf- und Abbau und unterstützte den offenen Workshopcharakter.

Grafisch setzt das Projekt auf eine auffällige, jugendnahe Gestaltung im Ready-made-Stil: grelle Farbigkeit, starke Typografie, plakative Bildwelten und eine bewusst direkte Ansprache schaffen Aufmerksamkeit und aktivieren zur Auseinandersetzung. So entsteht ein Projektspace, der Raum und Atmosphäre für eine aktive, ungezwungene Auseinandersetzung bietet und technologische Innovation, historisches Lernen und gesellschaftliche Verantwortung zusammenführt.


Leistungen

Ausstellungsgestaltung | Plakat | Flyer | Postkarten

Auftraggeber

Ludwig-Maximilians-Universität München
Katholisch-Theologische Fakultät
Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts


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